Rundwanderung von Bunyola auf den Alqueria
Diese recht unbekannte Wanderung beginnt und endet in einem Rundweg an der Hauptstraße von Palma nach Soller auf Höhe
des Abzweigs nach Bunyola, also etwa 2 km vor der Tunneleinfahrt in die Richtung von Soller. Ideal gelegen um die Wanderung von
unserem Hotelstandort Port de Soller mit öffentlichen Verkehrsmitteln beginnen zu lassen. Mit dem sehr preiswerten Linienbus
von dort nach Palma (durch den Tunnel und nicht etwa über Valldemossa!) benötigen wir mit dem kleinen Abstecher zum engen
Haltestellen-Kreisverkehr in Soller nur etwa 25 Minuten bis zum Abzweig nach Bunyola. Falls hier nicht
jemand zusteigen möchte oder es jemand anderes übernommen hat, den Fahrer rechtzeitig darauf
hinzuweisen, daß man hier aussteigen möchte, wird an Bunyola einfach vorbeigebrettert!
Die Andere Alternative besteht in der Bahnfahrt mit der Bimmelbahn aus Port de Soller und anschließendem Umsteigen in Soller in den roten Blitz nach Palma. Diese nostalgische Unternehmung -
einerseits relativ teuer und noch langsam obendrein, andererseits sollte sich keiner dieses Erlebnis entgehen
lassen - sparen wir uns für unseren Rückweg auf (s. unten). Um die Wanderung schon vor 10 Uhr morgens
beginnen zu lassen, nutzen wir also die deutlich schnellere Variante mit dem Bus.
Zwei Rundwanderungen bei Bunyola Von Bunyola aus führen zwei interessante Rundwanderungen aus, die eine führt westlich mit
zahlreichen Aussichten und Rundblicken hinauf auf den Alqueria, die andere verläuft östlich von Bunyola eher durch bewaldete Abschnitte mit deutlich weniger Ausblicken hinauf zum Penyals de Honor. Aber auch dieser Rundweg ist empfehlenswert. Insbesondere das Hölengebäude Sa
Cova ist sehr eindrucksvoll. Hier zunächst die Wanderung auf den Alqueria.
Wegbeschreibung An dem Abzweig nach Bunyola aus dem Bus entlassen, führt uns der Weg zunächst einmal für etwa 1 km
an der Hauptstraße zurück in Richtung Tunnel. Nach passieren der langgezogenen Linkskurve bei etwa der
Kilometermarkierung 14,8 biegen wir links ein und gehen auf das Gehöft S’Alqueria d’Avall zu. Dort im Hof angeko mmen noch einmal links zwischen den Gebäuden hindurch und dann durch das Eisentor. Danach
sind wir etwa für mindestens 1 Stunde damit beschäftigt, auf dem Schotterweg eine nach der anderen Kehre zu nehmen und uns so langsam aber
sicher weit bergauf vorzuarbeiten, insgesamt etwa 400 Höhenmeter. Einige steile nach oben ragende Gipfel,
denen man von unten ihre Höhe ansieht, werden auf unserem Weg nach und nach kleiner, bis wir von oben
auf sie hinabblicken können (Bild oben). Kurz vor dem Erreichen des Bergrückens liegen am Wegesrand zwei
alte Steinhütten, die einst als Unterstand gedient haben. In der anschließenden nächsten Rechtskurve ist dann
der höchste Punkt des Weges erreicht.
Hoch zum Mirador Leandro Ximenis
Während der Schotterweg auf der anderen Seite des Bergrückens wieder leicht abfällt, führt links in etwa 10 Minuten ein Fußpfad zum
Gipfel des Alqueria hinauf, der durch einige Steinmännchen markiert ist. Ein Rundblick von der 608 m hoch gelegenen Plattform Mirador
Leandro Ximenis in die Gegend von Bunyola - hier ist der höchste
Punkt weit und breit - sollte man sich keinesfalls entgehen lassen. Bei guten Sichtverhältnissen kann man sogar im Südwesten Palma
erkennen. In Richtung Norden läßt sich ein Stück unseres weiteren Weges erkennen während uns nach Osten mit Blick auf die Hauptstraße und Bunyola 400 m hinunter das Ausmaß unseres Anstieges klar vor
Augen gehalten wird. Die zusätzliche nicht allzu große Anstrengung auf den Gipfel mit dem Überklettern eines Zauns (Bild rechts) an einer
Leiter und der etwas uneben e Fußpfad herauf ist es auf jeden Fall wert.
Rückweg Für unseren Rückweg gehen wir zunächst den Fußpfad vom Gipfel
zurück und folgen am Bergrücken angekommen dem Weg nach links. Nach kurzer Zeit gelangen wir an ein großes Eisentor und
durchqueren dieses. Nach etwa 5 Minuten gelangen wir an eine offene Hütte und biegen dahinter auf dem Karrenweg nach rechts in
die Ebene eines Olivenhains ein (Bild unten). In der zweiten Hälfte gehen wir weglos geradeaus bis an ihr Ende weiter. Die kleine
Baumreihe dort läßt uns einen Blick auf das dahinter liegende Tal von Biniforani Vell erhaschen, in das uns der weitere Weg führen wird.
In das Tal Biniforani Vell
Der Einstieg dazu in einen schmalen Fußpfad befindet sich zur linken Seite hinunter in den Wald. Kurz danach passieren wir das
schmale und hohe Felsentor Pas de sa Fesa. Das darin befindliche Holzgatter will überstiegen
werden, dahinter fällt das Waldgelände zum weiteren Abstieg recht steil ab (Bild links). Der Waldboden auf dem Weg
nach unten ist relativ rutschig, besonders nach einem Regen. Er ist nicht deutlich zu erkennen, jedoch gibt es wie immer Hinweise von
anderen Wanderern. Nach dem langsamen etwa 10-minütigen Abstieg befinden wir uns am
Fuße des Berges. Hier schwenken wir links in einen Fahrweg zu den hier im Tal zahlreichen Olivenhainen ein und folgen diesem über mehrere
Kehren ein weites Stück. Wir gehen an einem Gebäude vorbei und gelangen an das Tor seines Zufartsweges auf eine kleine Straße und folgen
dieser weiter geradeaus. Nach einiger Zeit führt diese an den Häusern unterhalb von Biniforani Vell, wo wir uns an dem Abzweig nach rechts
halten. Kurze Zeit später mündet unser Weg in eine größere Straße, die wir
schon von weiter oben sehen konnten. Hier biegen wir rechts bergab und folgen ihr bis zu ihrem Ende an der Hauptstraße Palma-Soller. Die
Einmündung befindet sich direkt neben unserem Einstieg in die Wanderung, dem Zufahrtsweg zum Gehöft S’Aqueria d’Avall. Von dort noch einmal
10 Minuten die Hauptstraße hinunter bis zum Abzweig nach Bunyola.
Mit dem roten Blitz zurück nach Soller Hier in der prallen Sonne auf einen Bus nach Soller zu warten macht bei dem Lärm auf der Straße keinen
richtigen Spaß. Die Alternative Roter Blitz zurück nach Soller kommt da gerade recht, insbesondere da der
hübsche Bahnhof in Bunyola von hier aus keine 10 Minuten am Ortsrand liegt. Eine Wartezeit bis zur Ankunft eines Zuges aus Palma zu
überbrücken, fällt in dem Ort auch deutlich leichter. Einmal in den Zug gestiegen, benötigt das dunkelbraune Gefährt etwa 30 Minuten über
klapperige Gleise, einen ziemlich langen und mehreren kurzen Tunneln, einem Zwischenhalt hoch über Soller und zahlreichen Kehren bis
zum Bahnhof von Soller. Von dort nehmen wir die Bimmelbahn zurück zu unserem Hotel in Port de Soller.
Für diese einfache Wanderung haben wir ohne An- und Abfahrt etwa 3 Stunden benötigt. Der
Besuch des Mirador Leandro Ximenis auf dem Gipfel des Alqueria schlägt dabei mit einer kleinen
Pause für den phantastischen Rundblick mit etwa 30 Minuten zu Buche. Der Anstieg von nahezu 400 m ist nicht sehr anstrengend, da man ihn über einen sehr langgezogenen Weg angeht. Vorsicht ist
eigentlich nur beim Abstieg nach dem Felsentor Pas de Sa Fesa über den steilen und rutschigen Waldboden
geboten. Einkehrmöglichkeiten auf der Wanderung selber gibt es in dem Restaurant Panasso direkt an dem Abzweig nach Bunyola gelegen, oder in Bunyola selber. Wir empfehlen jedoch
den Ausflug mit dem roten Blitz zum Plaza Constitucion nach Soller mit dem herrlich gelegenen Zwischenstop oberhalb
in den Bergen (Bild).
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